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Warum wir keine Templates verwenden

Templates sind günstig — und teuer zugleich. Wir erklären, an welchen Stellen ein Custom-Build sich nach 18 Monaten rechnet und wann ein Template tatsächlich die richtige Wahl ist.

Warum wir keine Templates verwenden

Warum ein Template kurzfristig überzeugt

Ein Baukasten oder ein fertiges Theme löst genau das Problem, das viele Unternehmer nachts wachhält: schnell online, kalkulierbarer Preis, kein monatelanges Projekt. Für ein paar hundert bis wenige tausend Euro steht eine Seite, die auf den ersten Blick professionell wirkt. Das ist real, und wir tun nicht so, als wäre es das nicht.

Der Haken liegt woanders. Ein Template ist für Zehntausende gebaut, nicht für Sie. Es muss jeden denkbaren Anwendungsfall bedienen, also bringt es Funktionen, Layout-Optionen und Code mit, die Sie nie brauchen — die aber trotzdem bei jedem Seitenaufruf mitgeladen werden. Was am Anfang wie Vielseitigkeit aussieht, ist im Betrieb Ballast.

Was Sie später bezahlen

Der Preisunterschied beim Start täuscht, weil er nur die halbe Rechnung zeigt. Drei Posten summieren sich über die Zeit:

Performance. Themes und vor allem Page-Builder schleppen erhebliche Mengen an CSS und JavaScript mit sich – oft auch Code für Funktionen, die auf Ihrer Seite gar nicht vorkommen. Das schlägt direkt auf die Ladezeit durch, besonders am Smartphone. Und Tempo ist Umsatz: Über die Hälfte der mobilen Nutzer verlässt eine Seite, die länger als drei Sekunden lädt, und schon eine Sekunde mehr senkt die Conversion messbar. Ein generisches Template startet bei der Performance fast immer im Rückstand, den man nachträglich mühsam aufholen muss.

Wartung und Plugin-Bloat. Ein Template deckt selten alles ab, also kommen Plugins dazu – für Formulare, Galerien, SEO, Sicherheit, Cache. Schnell sind es zwanzig oder mehr, jedes mit eigenem Code, eigenen Updates und eigenem Sicherheitsrisiko. Irgendwann traut sich niemand mehr zu aktualisieren, weil ein Update das Layout zerlegen könnte. Genau dann wird die Seite zum Sicherheitsproblem: veraltete Erweiterungen sind das häufigste Einfallstor. Diese Wartungslast fällt Monat für Monat an, unsichtbar in der Startrechnung.

Generisches Design. Ein Template sieht aus wie ein Template — und Ihre Wettbewerber nutzen möglicherweise dasselbe. Es ist auf Optik ausgelegt, nicht auf Ihren konkreten Verkaufsprozess. Individuelle Nutzerführung, ein durchdachter Weg zur Anfrage, ein Aufbau, der Ihre Argumente in der richtigen Reihenfolge bringt: All das lässt sich in einem starren Raster nur mit Mühe erzwingen. Schwächere Conversion ist der Preis, den Sie nicht auf der Rechnung sehen.

Die 18-Monats-Rechnung

Rechnen Sie nicht den Kaufpreis, sondern die Gesamtkosten über die Lebensdauer. Ein solide gebautes Custom-Projekt hält vier bis sechs Jahre. Ein Template-Setup, das über Plugins zusammengehalten wird, braucht laufend Pflege — und oft nach ein bis zwei Jahren einen vorgezogenen Neubau, weil sich technische Schulden nicht mehr wirtschaftlich abtragen lassen.

Über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten kippt die Rechnung typischerweise. Der niedrige Einstiegspreis wird aufgezehrt von kostenpflichtigen Plugins, wiederkehrenden Reparaturen, nachträglicher Performance-Optimierung und entgangenen Anfragen durch schwächere Conversion. Ein Custom-Build kostet vorne mehr, danach aber spürbar weniger — und arbeitet die ganze Zeit auf Ihr Geschäft ein statt gegen es.

Dazu kommt der Lock-in bei geschlossenen Baukästen. Anbieter wie Wix oder Squarespace speichern Ihre Seite in einem proprietären Format. Design, Layout und Struktur lassen sich nicht exportieren; ein Wechsel bedeutet Neubau von Grund auf. Sie mieten dort nicht nur ein Werkzeug, Sie geben die Portabilität Ihrer eigenen Arbeit ab.

Wann ein Template die richtige Wahl ist

Wir sind nicht dogmatisch. Es gibt Fälle, in denen ein Template oder Baukasten schlicht die wirtschaftlich vernünftige Entscheidung ist:

  1. Kleines Budget, klarer Fokus. Wenn jeder Euro zählt und die Seite vor allem präsent sein muss, schlägt eine saubere Template-Lösung eine halbfertige Custom-Seite jederzeit.
  2. MVP oder Test. Sie wollen eine Idee, einen Markt oder eine Botschaft validieren, bevor Sie investieren. Ein Baukasten bringt Sie in Tagen live — genau richtig, um zu lernen.
  3. Kurzer Lebenszyklus. Eine Kampagnen-Landingpage, ein Event, ein temporäres Angebot. Was in sechs Monaten wieder verschwindet, muss keine sechs Jahre halten.

Die Faustregel: Je länger die Seite leben soll und je mehr Umsatz über sie läuft, desto eher rechnet sich der Custom-Build.

Fazit

Templates sind kein Fehler — sie sind ein Werkzeug für einen bestimmten Zweck. Bei kleinem Budget, im Test oder für kurzlebige Projekte sind sie oft die klügere Wahl. Wir verzichten trotzdem bewusst darauf, weil unsere Kunden Seiten wollen, die Jahre tragen, schnell laden und verkaufen. Für dieses Ziel ist ein individuell gebautes Fundament auf Sicht schlicht das günstigere — und wir sagen Ihnen ehrlich, wenn Ihr Fall besser zu einem Template passt.

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